12. März 2014
Fanpolitik

Stellungnahme zum FIFA=MAFIA-Spruchband

Wie bereits angekündigt wollen wir ausführlicher Stellung zu dem Spruchband nehmen, das wir am vergangenen Freitag anlässlich Sepp Blatters Auftritts vor dem Haus der Erholung in Mönchengladbach aufgehängt haben. Wir wissen natürlich, dass wir nicht alleine dadurch die (korrupte FIFA-) Welt verändern können – alleine die Tatsache, dass Blatter sich bei der Veranstaltung zum Spruchband und dem darauf erhobenen Vorwurf äußern musste und gemerkt haben wird, dass er in Mönchengladbach nicht nur auf Gastfreundschaft und Zustimmung stößt, lässt uns die Aktion im Nachhinein als positiv bewerten!

Als wir am Freitagmorgen die Information  bekamen, dass der Präsident der Fußball-Weltverbands FIFA in unserer Stadt auftreten würde sorgte allein dies schon für reichlich Unmut, da Blatter in unseren Reihen durchaus als persona non grata angesehen werden kann. Dass das Thema dann auch noch ,,Soziale Verantwortung des Sports‘‘ lautete ließ dann endgültig einige Kinnladen herunter klappen und so entschlossen wir uns dazu unserem Unmut zum Ausdruck zu bringen.

Die Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 ist grundsätzlich fragwürdig. Abgesehen vom Klima, welches man sich vor der Vergabe ,,nicht richtig angeschaut‘‘ [Blatter] habe und deswegen nun, zu Lasten der nationalen und kontinentalen Vereins-Wettbewerbe, über die Verlegung des Turniers in eine andere Jahreszeit berät (klar: Man muss ja auch Klimaforscher sein, um zu ahnen, dass Fußball im arabischen Sommer nicht der Hit ist), spielten auch ansonsten politische Interessen eine große Rolle. Dies ist zwar oft so, immerhin gleicht die Vergabe der Turniere einer Lizenz zum Gelddrucken – dass aber der französische Präsident sein Pendant bei der UEFA und den Emir von Qatar unmittelbar vor der Abstimmung in den Élysée-Palast einlädt ist schon eine außergewöhnliche Allianz und wohl exemplarisch für das Zustandekommen dieses Zustands. Blatter machte daraus auch kein großes Geheimnis und bestätigte, dass es ,,direkte politische Einflüsse‘‘ gegeben hat.

Vor allem aber lässt den Vortrag über soziale Verantwortung absolut pervers wirken, wenn man sich mit den Veröffentlichungen über die Zustände der Arbeiter in Qatar auseinandersetzt. Angestoßen durch verschiedene Medienberichte mit voneinander abweichenden Zahlen über Todesfälle, weitete sich eine Debatte über die Arbeitsbedingungen in der fußballaffinen Welt schnell aus. Von FIFA-Funktionären wurde dies vorerst gekonnt ignoriert oder sogar ins Lächerliche gezogen – so sprach Franz Beckenbauer selbst davon, dass er ,,noch nie einen einzigen Sklaven in Qatar gesehen habe‘‘ und weiter: ,,Die laufen da frei rum‘‘. Auch Blatter selbst glänzte vorerst durch Floskeln; die Zustände seien bekannt, Konsequenzen, wie die Verlegung der WM anscheinend kein Thema.

Amnesty International (AI) dokumentierte, nachdem man sich mittels Zugang zu entsprechenden Firmen und Massenquartieren für Arbeiter ein Bild machen konnte, in einem 153-seitigen Bericht die Zustände vor Ort. Bereits bei der Einreise aus den Entsenderländern werden den ausländischen Arbeitern die Pässe abgenommen. Mit nur geringen oder gar keinen Löhnen würden die Menschen zur Arbeit gezwungen, teilweise hätten sie keine Chance an Essen zu gelangen. Durch die Pass-Regelung haben sie keine Chance mehr auszureisen und sitzen so in der Falle. AI bringt es mit ihrer Kritik auf den Punkt, in der sie sagen, dass ,,es nicht sein kann, dass eine WM auf dem Rücken der Arbeiter ausgetragen wird‘‘.

Als wären diese Umstände alleine nicht schon Grund genug Sepp Blatter anzugreifen, haben er und sein Verband natürlich auch ansonsten mehr als genug Dreck am stecken.  Thomas Kisters fasst in seinem Buch ,,FIFA=MAFIA‘‘ zahlreiche Eskapaden und Skandale zusammen, von Ermittlungen aller möglichen Behörden, wie FBI, Interpol, Europarat und Schweizer Staatsanwaltschaften, bis hin zu Blatters Eigenschaft sich aus eben jenen immer wieder herauszuwinden, beschreibt er die dunklen Seiten des Weltverbands.

Da alle weiteren Schattenseiten den Umfang dieser Stellungnahme, geschweige denn des Spruchbands vergangenen Freitag, gesprengt hätten, wollen wir uns auch nur des Titels von Kisters‘ Buch bedienen:

,,XX TOTE IN QATAR – FÜR GELD GEHT IHR ÜBER LEICHEN! FIFA = MAFIA!‘‘

 

Sottocultura
Ascendente


22. Mai 2013
Fanpolitik

Solidarität mit CRIMARK?

Aufgrund der Unklarheit bezüglich des am Samstag, beim Spiel gegen die Bayern, gezeigten Spruchbands (siehe Foto) möchten wir uns kurz zu Wort melden.

Innerhalb der Nordkurve gibt es seit Jahren gute Kontakte zur Fanszene von Union Berlin. Dem auf dem Spruchband genannten Fanclub CRIMARK wurde vor kurzem ein Zaunfahnen-Verbot durch den eigenen Verein auferlegt. Als Begründung hierfür wird vom Verein eine rechte Tendenz innerhalb der Gruppe und (angeblich politisch-motivierte) Übergriffe einzelner Gruppen-Mitglieder auf Fans anderer Vereine genannt. Auch findet die Gruppe Erwähnung in einem Bericht des Verfassungsschutzes. Die Hintergrund-Recherche basiert hierbei allerdings größtenteils auf Informationen der linksorientierten, leider äußerst semi-seriösen Plattform INDYMEDIA.

Wir möchten an dieser Stelle gar nicht darüber debattieren, wie all diese Dinge zu bewerten sind. Sollten sie stimmen, ist die Antwort vollkommen klar: So etwas ist nicht in Ordnung!

ABER:

Bei einem Generalverdacht gegen eine ganze Fangruppe läuten unsere Alarmglocken. Wir sind gegen die Vergabe von Stadionverboten nach dem Gießkannenprinzip, wir sind gegen die Belegung von ganzen Gruppen mit Stadtverboten und wir sind eben auch gegen Verbote ganzer Gruppen, nur weil einzelne Mitglieder über die Stränge schlagen.

Mit unserem Spruchband prangern wir genau DAS an. Wir wollen uns in keinster Weise mit Nazis solidarisieren. Die finden wir genauso Scheiße, wie jeder andere, klardenkende Mensch!

Bei den uns bekannten Mitgliedern von CRIMARK konnten wir keine rechten Tendenzen feststellen. (Rechte) Politik hat in unseren Gesprächen und gemeinsamen Erlebnissen nie eine Rolle gespielt. Für uns hat sich vor allem eins gezeigt: UNION BERLIN steht für CRIMARK an erster und einziger Stelle.

Die Ultrà-Szene Mönchengladbach ist und bleibt unpolitisch!


15. April 2013
Fanpolitik

Einladung an die Stadtverbotler aus Gelsenkirchen

Anlässlich der am 32. Bundesliga-Spieltag stattfindenden Partie unserer Borussia gegen den FC Schalke 04, trudelten bereits im Vorfeld zahlreiche Stadtverbote bei Fußballfans aus Gelsenkirchen ein. Von insgesamt über 60 solcher Betretungsverbote in Teilen Mönchengladbachs ist die Rede.

Ein Stadtverbot ist eine sogenannte “polizeiliche Präventivmaßnahme”. Es enthält meist ein ausgeschriebenes Betretungsverbot für gewisse Teilbereiche im jeweiligen Stadtgebiet. Bei Zuwiderhandlung drohen den Betroffenen unter anderem hohe Geldbußen sowie weitere strafrechtliche Folgen. Die Begründung seitens der aussprechenden Personen ist oftmals waghalsig und nicht selten völlig absurd. Wir betrachten Stadtverbote als reine Schikane!

Die betroffenen Personen gehören unter anderem der Gruppe “Ultras Gelsenkirchen” an. Noch im Hinspiel wurde auf Schalke mit eben dieser Gruppe eine gemeinsame Spruchbandaktion angefertigt und durchgeführt. Darüber hinaus haben bereits vor wenigen Jahren Stadionverbotler aus Gelsenkirchen und Mönchengladbach die Spiele gegeneinander gelegentlich zusammen verbracht. Nun bedarf es aus heiterem Himmel 60 Stadtverboten für einen sicheren Ablauf des Spieltages?

In der Vergangenheit wurden solche Verbote meist bei brisanten Begegnungen (im Polizei-Jargon auch “Hochsicherheitsspiel” genannt) ausgesprochen. Die Entwicklung zeigt einen deutlichen Anstieg dieser Maßnahme, einhergehend mit einer willkürlichen Vergabe. Zwischen den Fanszenen aus Mönchengladbach und Gelsenkirchen besteht eine normale sportliche Rivalität und das Skurrile ist zudem, dass ein Großteil der betroffenen Personen noch nicht einmal ein aktuelles Stadionverbot besitzt. Es kann nicht sein, dass aufgrund dieser Maßnahme zahlreiche Fußballfans in ihrer Reisefreiheit derart eingeschränkt werden!

Ihr wollt mit dieser Repressalie Anhängern ihres Vereins ihre Leidenschaft nehmen, dem eigenen Club zu folgen und diesen bedingungslos zu unterstützen? Wir drehen den Spieß um und sagen: Es reicht!

Die mit einem Stadtverbot betroffenen Personen der Gruppe “Ultras Gelsenkirchen” werden hiermit von unseren Stadionverbotlern offiziell zum gemeinsamen Fußballgucken am Freitag den 03. Mai 2013 in Mönchengladbach eingeladen.

 


4. März 2013
Fanpolitik

Fußball ist ein Volkssport!

Seit geraumer Zeit, wird diese Sportart geliebt, vergöttert, verehrt und ist mittlerweile zur beliebtesten Mannschaftssportart der Welt geworden. Diese rasante Entwicklung, gerade in den letzten 15 Jahren, bringt aber auch ihre Schattenseiten mit sich.

War der Fußball in der Vergangenheit eher ein Sport für die Arbeiterklasse, für Menschen mit geringerem Einkommen, ja sogar verpönt, ist Fußball spätestens seit 2006 gesellschaftsfähig geworden und mittlerweile hat jeder Promi, der etwas auf sich hält einen Lieblingsverein.
Doch wohin geht diese Entwicklung? Wir wollen nicht naiv sein, der heutige Fußball braucht Sponsoren, braucht VIP-Tribünen und braucht Marketing um wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch in erster Linie sollte es unabhängig vom jeweiligen sozialen Status um die Fans gehen. 2025 soll auch noch der geringverdienende Familienvater mit seinem Sohn in der Kurve unseres Borussia-Parks stehen oder sitzen und die Elf vom Niederrhein singen können. Ein Szenario, das so nicht unbedingt eintreten muss, denn die Entwicklung geht unserer Meinung nach in eine völlig falsche Richtung.

Hier wird im Wintertrainingslager, auf Einladung der DFL, Werbung in Dubai gemacht. Einem Land, in dem Fußball zur Belustigung der Super-Reichen dient und wo Fußball nur solange interessant ist, bis irgendein Scheich plötzlich die Lust daran verliert und ein neues Spielzeug entdeckt. In Dubai kann man Geld verdienen. Nicht nur aus diesem Grunde, wurde auch die WM 2022 an einen Wüstenstaat vergeben. Diese Geschäftsnische hat auch die DFL für sich entdeckt und schickt jedes Jahr einen Verein als Repräsentanten der Bundesliga in die Sonne. Dieses Jahr „durfte“ unser VFL diese Reise antreten. Von den Rahmenbedingungen für die Spieler, war es scheinbar das perfekte Trainingslager, leider blieben die Fans auf der Strecke. Die üblichen Trainings- und Testspielbesuche wurden ungewohnt zu einer umständlichen Tortur. Zur gleichen Zeit, streute die Presse Gerüchte, dass Borussia möglicherweise an lukrativen Deals mit irgendwelchen Scheichs basteln soll. Ein Schelm, wer bei der Verkleidung von Herrn Königs auf der Karnevalssitzung, als eben solcher Scheich, böses denkt. Borussia muss Geld verdienen – aber nicht um jeden Preis!

Die nächsten zwei Ereignisse, die uns etwas sorgenerfüllt in die Zukunft blicken lassen, sind zum einen die Preiserhöhungen der Speisen am Kiosk-Bereich sowie die Kartenpreise für Gästefans gegen Düsseldorf und Dortmund. Aber der Reihe nach:

Zur Rückrunde hat Borussia die Preise für Speisen in den Kiosken erhöht. Hier wurde die Wurst um 20 Cent teurer, dort eine Brezel oder eben ein Fischbrötchen um den gleichen Betrag. Ihr hört heute zum ersten Mal von diesen Preissteigerungen? Richtig, denn von Borussia wurde diese Maßnahme leider still und heimlich durchgeführt, ohne darüber zu informieren. Nach steigenden Ticketpreisen zur aktuellen Saison wurden nun auch die Preise für Speisen wieder angehoben. Irgendwann ist ein Ende der Fahnenstange erreicht und 5 € für eine Currywurst mit Pommes ist deutlich überzogen.

Die nächste Sorgenfalte auf unserer Stirn zeigte sich, als wir erfahren haben, dass die Gäste aus Düsseldorf (22,-€) und Dortmund (21,45€) deutlich mehr als den üblichen Tageskartenpreis für ihren Stehplatz bei uns bezahlen sollten. Nicht etwa über einen Schwarzmarkthändler, sondern über den regulären Verkauf. Obwohl die Verfasser dieses Textes, sowie 99,9 Prozent dieser Leser, die beiden Vereine nicht leiden können, muss man so einen hohen Ticketpreis für einen Stehplatz in unserem Stadion sehr kritisch hinterfragen. Auch wenn Fortuna selber zwei Euro auf den Ticketpreis aufgeschlagen hat, bleibt der 5€-Topsspielzuschlag (Fünf Euro!) einigen Fortunen berechtigterweise im Halse stecken. (Beim Hinspiel in Düsseldorf, mussten wir 14,50€ für den Stehplatz bezahlen)
Selbiges gilt für den Dortmunder Anhang, der mit einigen Spruchbändern im Borussia-Park seinem Ärger bereits Luft gemacht hat.
Ein besonderer Dorn im Auge sind hier die Topspielzuschläge insbesondere für Gästefans, die grundsätzlich überdacht werden sollten.

Von Vereinsseite wird man nun vermutlich erklären, dass der reine Kartenpreis noch unter zwanzig Euro liegt und nur durch die übliche VVK-Gebühr jenseits der 20€-Grenze befördert wird. Schön und gut, dennoch aus Fansicht relativ irrelevant, denn bezahlt werden muss ohnehin der komplette Preis, egal wie sich dieser zusammensetzt.
Was kann der Auswärtsfahrer nun dafür, dass der gastgebende Verein das Spiel gegen seinen Klub, als ein Topspiel deklariert und mit einem entsprechenden Zuschlag versieht? Eine erfolgreiche Saison der eigenen Mannschaft oder andere Gründe einer gesteigerten Attraktivität, soll auswärtsfahrende Fans also tiefer in die Geldbörse greifen lassen? Auch wenn wir Borussen bislang noch halbwegs verschont geblieben wurden, sind auch wir schon in den „Genuss“ von horrenden Kartenpreisen gekommen (Stichwort DFB-Pokal in Heidenheim).
Damit sei nur einmal auf die Preisentwicklung von Stehplätzen hingewiesen. Preise für Sitzplätze bewegen sich ebenfalls jenseits von Gut und Böse. Der eingangs angesprochene Familienvater mit Sohnemann (in diesem Fall aus Dortmund) hätte beim letzten Gastspiel für zwei Sitzplätze stolze 82,50€ Eintritt bezahlen müssen, da die Stehplätze größtenteils von Allesfahrern vergriffen sind und er trotzdem seinem Nachwuchs an das Auswärtsfahren heranführen möchte.

Wir sind uns bewusst, dass nicht alle angesprochenen Szenarien so eintreten müssen bzw. das es durchaus andere Sichtweisen gibt. Außerdem sind wir uns im Klaren darüber, dass der Fußball in Deutschland im europäischen Vergleich günstig erscheint. Doch hier sei auch einmal auf die dortige Stimmung und den Zustand der Fankultur in den jeweiligen Stadien verwiesen. Genau deshalb sieht der Nordkurve e. V. es als seine Pflicht an, diese Ereignisse kritisch zu betrachten, in Zukunft wachsam zu bleiben und genau hier den Finger in die Wunde zu legen. Wir möchten mit diesem Text den Vereinsverantwortlichen und den Lesern ein wenig die Augen öffnen und zum Nachdenken anregen. Es darf nicht sein, dass der Fußball in ein paar Jahren zu einem Luxusgut geworden ist und unsere Kinder diesen schönen Sport nur noch vor dem Fernseher erleben können.

Fußball muss bezahlbar bleiben!

Nordkurve e. V. im März 2013


1. Februar 2013
Fanpolitik

Polizei in der Nordkurve

Viele Fans hatten Angst, dass sich nach dem 12. Dezember 2012 alles ändern sollte.
Das umstrittene DFL-Sicherheitspapier wurde mehrheitlich verabschiedet und in Fußballdeutschland breitete sich eine Art „Weltuntergangsstimmung“ aus.

„In Mönchengladbach wird sich nichts ändern“

„Wir in Mönchengladbach sind Vorreiter in Sachen Sicherheit“

„Das neue Sicherheitspapier wird keine spürbaren Veränderungen mit sich bringen“

Solche und ähnliche Sätze sind in diversen Gesprächen und Veröffentlichungen von Vereinsseite gefallen.

Nun stand also das erste Heimspiel nach dem 12.12. an. Ein Spiel gegen die Nachbarn aus Düsseldorf. Ein Spiel das weder von Vereinsseite noch von den Borussiafans als Derby angesehen wird.

Umso entsetzter sind wir über die Zustände am Spieltag. Mit Erschrecken mussten wir feststellen, dass eine Einheit des 16. BPH (Bereitschaftspolizei) Gelsenkirchen in unserer Nordkurve auf- und ab marschierte. Zudem wurden zwei Polizeifahrzeuge direkt neben den Anlaufpunkten der aktiven Fanszene, dem Info-Stand vom Fanprojekt, sowie dem Info-Stand vom Nordkurve e. V. geparkt. Pure Provokation, die nur durch ein besonnenes Verhalten der Fanszene Mönchengladbach nicht zur Eskalation geführt hat.

Ein Borussen-Kodex, der eine Selbstregulierung der eigenen Fanszene beschreibt, wird ausgesetzt und der vereinseigene und in der Fanszene bekannte und akzeptierte Ordnerdienst übergangen.

Doch damit nicht genug, denn nach Abpfiff fand sich ein weiterer Trupp von Polizisten in Block 17 ein, um die Aufräumarbeiten und den Aufbruch der Ultrászene zu beobachten. Auch vor Block16, dem Herzen der Nordkurve, stand die Polizei Spalier. Auf Anfragen nach den Gründen dieser Überwachung, wurden keine Auskünfte gegeben. An anderer Stelle wurde von den Beamten aber rege das Gespräch mit den Fans gesucht.

Selbst bei Derbys gegen Köln, sind solche Maßnahmen nicht ergriffen worden. Da es sich hier um Privatgelände von Borussia handelt, bleibt die Frage offen, welche Begründungen der Verein und die Polizei für solche Schritte haben.

In der Nordkurve des Borussia Parks gab es seit der Stadioneröffnung 2004 keinen Vorfall, der diese Maßnahmen rechtfertigen würde. Solche Schritte in Sachen Überwachung und Kontrolle sind spätestens nach dem 12.12.2012 ein falsches Signal an die Fanszene. Es genügt schon, dass sich die polizeiliche Überwachung täglich auf das Privatleben einzelner Fans auswirkt.

Wir wollen keine Polizei in unserer Nordkurve!

Nordkurve e. V. im Januar 2013


21. Dezember 2012
Fanpolitik

Sicheres Stadionerlebnis?

Hallo Borussia-Fans,

inzwischen sind bereits einige Tage nach der Verabschiedung des umstrittenen Konzeptpapiers „Sicheres Stadionerlebnis“ durch die Deutsche Fußball Liga vergangen und auch der erste Spieltag nach dem 12.12.2012 liegt bereits hinter uns.

Bewusst wenden wir uns erst zum gegenwärtigen Zeitpunkt an Euch, da wir zunächst einmal intern unsere Gedanken im Hinblick auf die Entscheidung der DFL ordnen mussten, um auch weiterhin rational und durchdacht handeln zu können und bloße Trotzreaktionen zu vermeiden.
Unserer Ansicht nach war der Protest, den wir an den drei Spieltagen vor dem 12.12.2012 in Zusammenarbeit mit der Kampagne „12:12 Ohne Stimme – Keine Stimmung“ durchgeführt haben, weitaus erfolgreicher als wir uns es im Voraus erhofft haben. Insbesondere die Geschlossenheit, die unsere große und vielfältige Fanszene in Mönchengladbach hier demonstriert hat war beeindruckend und ist für uns einer der größten Gewinne, die wir aus dem Protest ziehen können.

Nur Gemeinsam können wir gegen die mächtigen Vereine und Verbände ein entsprechendes Gegengewicht bilden und etwas bewirken. Auch wenn das Papier in seiner Gänze nicht verhindert werden konnte, führte der Protest zu einer kritischen Auseinandersetzung der Vereine und Verbände mit dem Papier. Letztlich mussten sich diese sogar Fehler eingestehen und entschärften einzelne Punkte. Ein Erfolg! Ferner wurde der Protest auch in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen und die gesamte Medienwelt schien sich nur noch um das Sicherheitspapier der DFL zu drehen – als gäbe es keine anderen Probleme. Es folgte eine differenzierte, teilweise sogar fanfreundliche Auseinandersetzung in der Gesellschaft, wie wir sie schon lange Zeit nicht mehr erleben durften.

Leider war der Druck, dem die Vereine und Verbände durch die Politik ausgesetzt waren, zu groß, so dass trotz einer nicht zu unterschätzenden Wirkung, den der Protest zweifelsohne bei allen Beteiligten hinterlassen hat, eine rasche Verabschiedung durch alle 36 Vereine der ersten und zweiten Bundesliga folgte – auch wenn es vereinzelte Gegenstimmen gab. Es stellt sich die Frage, was auf uns zugekommen wäre, wenn der Verband seiner Satzungsautonomie nicht nachgekommen wäre und der Politik den Ball zugespielt hätte. Auch wenn die meisten der in diesem Zusammenhang gestellten Forderungen wohl kaum mit unserem Grundgesetz vereinbar sein dürften, sollte jedem klar sein, dass ein konservativer Innenminister, der sich im Wahlkampf befindet, bis zum Äußersten zu gehen bereit ist. Eine Auseinandersetzung in den Parlamenten, in denen Politiker sitzen, die zu einem großen Teil noch nie ein Fußballstadion von innen gesehen haben, geschweige denn etwas von Fankultur verstehen, hätte sicherlich keine Verbesserung der Lage für uns Fans zur Folge.

In München haben wir uns deshalb bewusst gegen einen Stimmungsboykott entschieden, da wir bereits befürchtet haben, dass die Kampagne ihre Wirkung verlieren würde. Die Stärkung der Fanszenen, die als Erfolg aus der Kampagne hervorging, droht nun wieder verloren zu gehen, indem nicht zu unterschätzende Grabenkämpfe in den einzelnen Fanszenen ausgetragen werden. Weiterhin möchten wir auch noch einmal deutlich machen, dass ein Stimmungsboykott in dieser Form zu den drastischeren Maßnahmen gehört, die uns Fans zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund möchten wir mit allen Mitteln verhindern, dass diese eindrucksvolle Waffe ihre Wirkung verliert.
Auch wenn wir uns dazu entschieden haben unseren Verein weiterhin lautstark zu unterstützen, heißt dies keineswegs, dass wir mit den Ergebnissen des Sicherheitspapiers einverstanden sind, geschweige denn dieses akzeptieren werden.

Wir werden in den nächsten Wochen anfangen fanpolitische Themen innerhalb unserer Szene und gemeinsam mit unserem Verein zu diskutieren und aufzuarbeiten, um die Bedingungen für alle Fans, ob Gast oder Heim weiterhin zu verbessern, damit auch unsere Kinder noch den Fußball erleben dürfen, wie wir ihn lieben.
Eins sollte jedoch allen Beteiligten klar sein. Wir Borussia-Fans lassen uns durch kein Zelt dieser Welt jagen um uns zu entblößen und von unterqualifiziertem Ordnungspersonal durchsuchen zu lassen. Hier müssen wir auch in Zukunft Geschlossenheit demonstrieren, denn Solidarität ist unsere stärkste Waffe. Es liegt an uns Fans das Papier ins Leere gehen zu lassen. Es geht auch nicht um den Schutz von kriminellen Einzeltätern, sondern um den Kampf für die Erhaltung wesentlicher Menschenrechte für uns Fans.

Wir bleiben am Ball!

 

Euer Nordkurve e.V/Arbeitskreis Fanpolitik

 

Im Anhang findet Ihr nun nochmal alle Anträge in einem kleinen Überblick. Wer die Ergbnisse im Wortlaut lesen möchte der klicke bitte auf bundesliga.de

 

Antrag 1: Rolle und Funktionen des Veranstaltungsleiters, des Sicherheits- und Fanbeauftragten werden detailliert festgelegt.

Antrag 2: Der offene, kontinuierliche und verbindliche Dialog zwischen den Vereinen und Fans wird in der Lizenzierungsordnung verankert.

Antrag 3/4: Die Möglichkeiten zur Videoüberwachung durch die Polizei müssen verbessert werden, um die Täteridentifizierung und Verfolgung zu vereinfachen.

Antrag 5: Der Ordnungsdienst des Gastvereins wird in die sicherheitstechnischen Abläufe im Stadion des Heimvereins einbezogen – bei Risikospielen ist dies verbindlich.

Antrag 6: Die Aufgaben des Sicherheitsbeauftragten werden präzisiert, was unter anderem die Nutzung eines Spielreportbogens umfasst.

Antrag 7: Die Anwesenheit des Veranstaltungsleiters ist immer verbindlich, dieser muss an den Sicherheitsbesprechungen bei Risikospielen teilnehmen.

Antrag 8: Die Kontrolleinrichtungen an den Zugängen zum Stadion werden verbessert. Die Einführung von Vollkontrollen ist in keinem Fall vorgesehen.

Antrag 9: Sowohl gewerbliche als auch die vereinseigenen Ordnungsdienstkräfte müssen das Schulungskonzept des DFB durchlaufen haben.

Antrag 10: Auch der Fanbeauftrage muss alle Vorkommnisse, Erkenntnisse und sicherheitsrelevante Ereignisse im Spieltagsreportbogen erfassen. Auch die grundsätzliche Teilnahme an den Sicherheitsbesprechungen ist verankert.

Antrag 11: Der gastgebende Verein muss zwingend begründen, warum eine Partie als Risikospiel eingeordnet wird, was eine Verringerung des Ticketkontingents für den Gastverein zur Folge haben könnte.

Antrag 12: Ein Zertifikat im Bereich “Stadion und Sicherheitsmanagement” wird eingeführt.

Antrag 13: Es wird eine ständige Kommission “Stadionerlebnis” eingerichtet, an der auch Fanvertreter und -organisationen teilnehmen.

Antrag 14: Für Anhänger des Gastvereins steht weiterhin ein Ticketkontingent von mindestens zehn Prozent der Kapazität zur Verfügung. Die Möglichkeit des Heimvereins, nur bei Spielen mit erhöhtem Risiko in besonderen Ausnahmefällen und bei besonderer Gefahrenlage das Gästekartenkontingent zu reduzieren, wird detailliert festgelegt.

Antrag 15: Die DFB-Sportgerichtsbarkeit wird weiterentwickelt, unter anderem durch die Einbindung weiterer sachkundiger Vertreter von DFL und den Klubs in die Arbeit der DFB-Rechtsorgane.

Antrag 16: Es werden Auflagen zur zweckgebundenen Verwendung von Erlösen aus der Vermarktung verankert, wenn Sicherheits-Maßnahmen zum wiederholten Male nicht erfüllt werden.

 


30. November 2012
Fanpolitik

Ohne Stimme, keine Stimmung!

www.12doppelpunkt12.de


26. November 2012
Fanpolitik

Stellungnahme zum DFL-Papier “sicheres Stadionerlebnis” – geplante Aktionsspieltage

In den vergangenen Wochen wurde er heiß diskutiert, der Maßnahmenkatalog der DFL – genannt „Sicheres Stadionerlebnis“. Einige von Euch werden vielleicht schon mitbekommen haben, dass dadurch in den letzten Tagen und Wochen viel über und vergleichsweise wenig mit den Fans bzw. deren Vertretern gesprochen wurde.

Durch die übertriebene Hysterie durch Medien und Polizei und der verfälschten Wahrnehmung, dass Stadionbesuche nicht mehr sicher seien, wurde der Ligaverband durch die Vereine beauftragt einen Maßnahmenkatalog zu entwickeln, um etwaigen Schnellschüssen der Politik vorzugreifen. Doch leider war der erarbeitete Maßnahmenkatalog trotzdem ein mit heißer Nadel gestrickter Schnellschuss, denn Leute die wirklich Ahnung von Fanarbeit und Fankulturen haben, wurden bei der Erarbeitung des Konzepts ganz einfach außen vor gelassen.

So kam es wie es kommen musste, das DFL-Papier „Sicheres Stadionerlebnis“ wurde innerhalb kürzester Zeit in der Luft zerrissen und von vielen Vereinen kategorisch abgelehnt.
So weit, so gut, doch änderte dies nichts an der Problematik, dass die DFL am 12.12.2012, bei der nächsten Sitzung des Ligaverbandes, unbedingt Entscheidungen verabschieden will. Die Zeit drängt also, die Möglichkeit einer ausgiebigen Prüfung und Überarbeitung war so gut wie überhaupt nicht möglich und fand dennoch statt und trägt nun den Titel „Stadionerlebnis“.

Man muss deutlich hervorheben, dass die aktive Fanszene in Mönchengladbach durch die Fanbetreuung und den Verein, in eine Überarbeitung des Konzepts mit eingebunden wurde. Inwieweit unsere Stimme allerdings Gehör bei der DFL gefunden hat, bleibt offen. In unseren Augen ist der neue Katalog in Teilen nur eine verwässerte und beschönigte Version der alten Fassung und aus diesem Grunde sind weiter diverse Punkte kategorisch abzulehnen.

Weggefallen in der neuen Fassung ist z. B. die Forderung nach einem Kodex für Fans, der von der DFL inhaltlich festgelegt wurde. In Mönchengladbach haben wir das Glück, dass aus der Fanszene heraus, beim Umzug in den Nordpark, selbstständig ein solcher Kodex erarbeitet wurde, denn so einen Kodex kann niemandem aufgezwungen oder diktiert werden.

Hier sieht man deutlich, dass die gute Fanarbeit in Mönchengladbach Früchte trägt. Auch viele weitere Punkte, die in diesem Maßnahmenkatalog erwähnt sind, sind in Mönchengladbach bereits Standard und deshalb auch kein Grund zur Aufregung.

Allerdings lässt das neue Konzept weiterhin Raum für Vollkontrollen von Fans zu, auch wenn sie nicht mehr explizit aufgeführt sind. Auch eine Reduzierung der Kartenkontingente bei „Risikospielen“ soll weiterhin möglich sein. Wörter wie Fanprivilegien und Sätze wie „Stehplätze sind kein unveränderter Besitzstand“ sind zwar verschönt bzw. weggelassen worden, allerdings nur auf den massiven Druck in den vergangenen Wochen. Davon sollte man sich jetzt nicht einlullen lassen. Eine klare Positionierung zum Erhalt der Stehplätze vermissen wir ebenfalls.

Ähnlich wie bei kürzlich veröffentlichten Statistiken zu Polizeieinsätzen (ZIS-Bericht), die manche Medien unkritisch in der Welt verbreiten, entsteht auch hier der Eindruck, dass durch fehlende Transparenz nicht mit offenen Karten gespielt wird. Ein ehrlicher Dialog erfordert ehrliche Fakten und ausreichend Zeit sich mit diesen auseinanderzusetzen!

Um ein Zeichen in Richtung DFL, Politik und Öffentlichkeit zu setzen, haben sich deutschlandweit Fanszenen zusammengeschlossen und die Aktionskampagne „12:12 Ohne Stimme, keine Stimmung“ gegründet. Hierüber wollen wir Euch informieren:

Ab dem Wolfsburg-Spiel wollen wir in den ersten 12 Minuten und 12 Sekunden eines Spiels schweigen und auf Fahnen, Doppelhalter und Choreografien verzichten. Um der Mannschaft zu zeigen, dass dieser kurze Stimmungsboykott nicht gegen sie gerichtet ist, wird es Gespräche mit dem Stadionsprecher, den Fanbeauftragten, sowie einen offenen Brief an unser Team geben.

Wir sind uns im Klaren darüber, dass ein Stimmungsboykott von manchen Fans kritisch gesehen wird. Auch wenn es gegenteilige Ansichten gibt: Niemandem soll von unserer Seite aus vorgeschrieben werden, was er zu tun oder zu lassen hat. Wir wollen ein Zeichen setzen und zeigen, dass die Fanszenen aus mündigen Personen bestehen, über deren Köpfe hinweg nicht einfach Dinge entschieden werden können, die uns allen unseren Fußball wie wir ihn lieben kaputt machen!
Hier in Mönchengladbach funktionieren Dialog und Kommunikation mit den Vereins- und Fanvertretern und uns geht es einzig und allein um das fragwürdige Handeln seitens der Ligaverantwortlichen.

Die Fans sind nicht das Problem, sondern Bestandteil der Lösung. Nur mit uns kann die bunte und laute Fankultur in diesem Land bewahrt werden! Wir zählen auf dich!

Ab dem Wolfsburg-Spiel wird es ebenfalls einen Infostand von uns geben, an dem Flyer ausliegen und jeder gerne das persönliche Gespräch suchen kann.

Auf folgenden Seiten findet ihr weitere Informationen rund um die Aktion:

www.12doppelpunkt12.de/
www.ich-fuehl-mich-sicher.de/
facebook.com/NordkurveFanpolitik

Ab Minute 12:13 werden wir unser Team wie gewohnt lautstark unterstützen. Die Mannschaft haben wir vorab mit einem offenen Brief über unser Vorhaben informiert. Hier könnt ihr den Brief lesen.

 


8. Oktober 2012
Fanpolitik

Auswärtsspiel in Mönchengladbach

Das eigentliche Heimspiel in der Euro-League am vergangenen Donnerstag war für viele Borussen nicht nur auf dem Spielfeld enttäuschend, sondern auch die Begleiterscheinungen ließen ein sehr befremdendes Gefühl aufkommen. Mehrere Punkte stießen wirklich absolut negativ und traurig auf, weshalb wir an dieser Stelle unseren Missmut kundtun möchten.

Im Vorfeld wurde von Borussia aus dem damaligen Heimspiel, als Dortmund in Mönchengladbach Meister werden konnte, gelernt. Man befürchtete eine Invasion von Fenerbahçe – Anhängern, weshalb sich die Vereinsführung dazu entschloss, Karten (außer für den Gäste-Bereich), nur an Borussia-Mitglieder abzugeben. Es durften je Mitglied maximal 4 Karten bestellt werden. Auf den ersten Blick eine gute Entscheidung, das Problem hieran war jedoch, dass man natürlich Karten für andere Leute mit bestellen konnte und somit auch mögliche Gäste-Sympathisanten nicht komplett ausgeschlossen wurden. Im Vorfeld des Spiels sah man hunderte Karten bei Ebay über die virtuelle Ladentheke gehen – natürlich dementsprechend weit über Normalpreis. Diese beiden Punkte sorgten letztlich dafür, dass sich um die 10.000 Fenerbahçe-Sympathisanten in unserem Stadion eingefunden haben, die ihre Mannschaft natürlich dementsprechend unterstützen konnten.

Darum fragt man sich, wie beschämend sich viele Vereins-Mitglieder verhalten können, indem sie unser erstes Europa-League Heimspiel nicht besuchen, sondern die eigene(n) Karte(n) lieber an Gästefans abgeben? Ist die Profit-Gier mittlerweile so hoch, dass Stolz, Ehre und Leidenschaft für den eigenen Verein nicht mehr so viel wert sind, wie ein paar Groschen?

Ein weiterer Punkt, der sauer aufgestoßen ist, war das Vorgehen unseres Ordnungsdienstes und der Staatsmacht. Wie kann es sein, dass z. B. in Block 19 eine Handvoll Gästefans die Heimfans provozieren aber der Ordnungsdienst den Borussia Fans mit Rauswurf droht? Warum laufen in unserer Nordkurve Gästefans mit Schal und Trikot herum? Bei vielen anderen Beispielen sind unsere Ordner mehr als penibel, aber hier wurde auf ganzer Linie versagt!

Den Vogel schoss allerdings mal wieder die Polizei ab. Hinter der Nordkurve zündeten einige Fenerbahçe-Fans Bengalos und feierten, vermutlich völlig unwissend, wo sie sich gerade befinden, ihren Sieg. Doch anstatt die Fanlager zu trennen und die Gästefans wegzuschicken, schaute sich die Polizei das Spektakel in Ruhe an und isolierte stattdessen lieber die bösen Heimfans hinter der eigenen Kurve. Von Ihnen gehe angeblich ein höheres Gefahrenpotential aus. Natürlich durfte die obligatorische Pfefferspray Flasche im Anschlag nicht fehlen. Fuck the Police!

Letztlich fehlt bei der deutschen Polizei und leider auch bei vielen Mitgliedern unserer Borussia einfach das nötige Rückgrat und Borussia hat bei aller Gastfreundschaft den eigenen Heimanhang komplett vergessen. Traurig aber wahr!