15. Januar 2015
Ankündigungen

Viel Wirbel um nichts ?

Nein, ganz so leicht ist es diesmal leider nicht. Viele von euch haben die aktuellen Einträge diverser Fanblogs („Hitlergrüße unter Ultràfreunden?“, 14.01.2015 Faszination Fankurve und „Hitlergruß beim Hallenturnier“, 14.01.2015 Fanzeit) gelesen und dürften ähnlich schockiert gewesen sein wie wir.

Um eins vorweg zu nehmen: Wir haben sowohl mit den einzelnen Personen aus Timisoara, als auch mit unseren Leuten, die dort zu Gast waren gesprochen. Beide Seiten bestätigten, dass es sich bei den gehobenen Händen nicht um faschistische Grüße handelt. Wir sehen den Spielraum zur Fehltinterpretation, den das Foto bietet und möchten uns dafür auf diesem Weg entschuldigen. Das schlechte Licht, welches hierdurch auf die gesamte NORDKURVE geworfen wird, tut uns aufrichtig leid.

Im Borussia Park und der gesamten Stadt Mönchengladbach kommen die unterschiedlichsten Kulturen & Religionen zusammen. Wir sind Stolz, Teil dieser bunten Gemeinschaft zu sein und verurteilen rassistische Werte grundsätzlich. Wir alle sind Borussia – zusammen!

Die nun seit 6 Jahren bestehende Freundschaft zwischen den Jungs aus Timisoara und uns beruht auf der bewundernswerten Fankultur beider Szenen. Das Thema Politik hat hierbei nie eine Rolle gespielt. Dies hat auch die Fanvertretung aus Timisoara in einem Schreiben an uns, unsere Vereinsverantwortlichen, sowie unsere Fanvertretung noch einmal deutlich gemacht. Dieses Schreiben möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten. Das Schreiben wurde von Jemandem übersetzt, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist. Der Kern der Aussagen dürfte dennoch für jeden verständlich sein. Hier geht es zum Text.

Unsere langjährige Freundschaft nach Timisoara hat sich in den letzten 6 Jahren stetig weiterentwickelt und ist heute für uns ein wichtiger Bestandteil unseres Gruppenlebens. Dennoch gibt es sicherlich auch Dinge, die wir in Rumänien kritisch sehen. So werden Sinn und mögliche Folgen verfänglicher Gesten teilweise nicht wirklich hinterfragt. Wir versuchen bereits für dieses Thema eine Sensibiliserung zu erreichen. Allerdings steht dieser Entwicklungsprozess noch am Anfang und hat leider in diesem Fall noch keine Früchte getragen. Es ist eben nicht, wie bei uns üblich, dass sich sozialpädagogische Fanprojekte etabliert haben und aufklärend, sowie pädagogisch auf die Jugendkulturen einwirken können.

Dass durch eine Stellungnahme sicherlich noch nicht alle zufrieden sind, wissen wir. Gerne möchten wir euch auch die Chance geben euch direkt mit uns auseinanderzusetzen per E-Mail oder in einem persönlichen Gespräch (Wann und Wo kann unter info@sottocultura.de vereinbart werden).

Sottocultura Ultras